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Schilddrüsenunterfunktion während der Wechseljahre

Ungefähr 25% der Frauen, die bereits 40 Jahre oder älter sind, haben eine Schilddrüsenunterfunktion. Häufig wissen sie nicht darüber Bescheid.

Eine Schilddrüsenunterfunktion, die übrigens auch als Hypothyreose bekannt ist, kann allerdings eine deutliche Beeinträchtigung der Gesundheit darstellen. Durch die Schilddrüse am Hals werden Hormone hergestellt, welche für die Regulierung der Stoffwechselaktivität verantwortlich sind. Kommt es nun aber zu einer zu geringen Produktion dieser Hormone, so werden die Vorgänge des Stoffwechsels deutlich verlangsamt.

Durch diese Verlangsamung der Stoffwechselvorgänge erhöht sich deutlich das Körpergewicht, was für eine Vielzahl der Frauen auch die übelste Nachwirkung ist. Nicht nur eine schnellere Gewichtszunahme findet statt; dazu wird auch das Abnehmen fast unmöglich gemacht.

Es gibt aber noch weitere Symptome, welche für den Betroffene eine starke Belastung darstellen. Zum Beispiel wären hier Depressionen, Haarausfall oder Müdigkeit zu nennen.

Dadurch, dass während der Wechseljahre eine Umstellung der Hormone erfolgt, wird die Schilddrüsenunterfunktion begünstigt. Vor allem durch die Dominanz von Östrogen sind die Schilddrüsenhormone nicht mehr normal funktionsfähig. Die Folge ist Schilddrüsenhormonresistenz. Diese wiederum macht, dass bereits eine leichte Unterfunktion der Schilddrüse heftige Symptome mit sich bringen kann. Auch eine Schilddrüse, welche eigentlich noch die übliche Hormonmenge herstellt, kann den höheren Bedarf nicht mehr abdecken.

Man sieht also, dass die Schilddrüsenunterfunktion heftige Auswirkungen auf das Wohlfühlen des Betroffenen hat. Deshalb spielt es eine wichtige Rolle, eine ordentliche Behandlung durchführen zu lassen. Diese beinhaltet die konsequente Einnahme von Tabletten und regelmäßige Untersuchungen des Blutes beim Arzt. Außerdem wird, wenn vorhanden, die Dominanz an Östrogen behandelt.

Symptome

Es gibt viele unterschiedliche Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, wobei nicht jeder Betroffene auch unter allen Symptomen leidet. Besonders Frauen, die eine wechseljahrbedingte Schilddrüsenunterfunktion haben, sind oftmals nur von ein paar der Anzeichen betroffen.

Es gibt diese charakterisierenden Symptome einer Schilddüsenunterfunktion:

  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Niedriger Blutdruck
  • Herzinsuffizienz
  • Verstopfung
  • Stetiges Frieren
  • Langsamer Herzschlag (Bradykardie)
  • Niedrige Körpertemperatur
  • Heisere Stimme
  • Trockene Haut
  • Haarausfall
  • Depressionen
  • Leistungsschwäche
  • Eingeschränkte Libido
  • Zyklusstörungen

Der Betroffene wird vor allem dann zu kämpfen haben, wenn sich die Tendenz zum Zunehmen mit der depressionsbedingten Antriebsschwäche kombiniert. Dies führt dazu, dass es einen richtig viel Überwindung kostet Sport zu treiben, da man lieber trübsinnig auf der Couch hockt.

Ursachen

Während der Wechseljahre ist oftmals eine Dominanz an Östrogen die Ursache für eine Schilddrüsenhormonresistenz oder eine leichte Schilddrüsenunterfunktion. Außerdem können die Wirkung der Schilddrüsenhormone und die Aufgabe der Schilddrüse durch Fehler bei den Hormonen DHEA und Cortisol negativ beeinflusst werden.

Ist der Grad der Schilddrüsenunterfunktion stärker, so ist die Ursache oftmals eine Schilddrüsenentzündung, vor allem die Hashimoto-Erkrankung.

Zu Zeiten, in denen Speisesalz noch nicht jodiert wurde, trat in Gebieten mit niedrigem Fischverzehr oftmals der Jodmangelkropf auf. Dieser tritt in manchen Fällen zusammen mit einer Schilddrüsenunterfunktion auf.

Das Auftreten einer Schilddrüsenunterfunktion kann durch Depressionen noch gefördert werden. Dies kann einen verflixten Teufelskreis mit sich bringen, da die Schilddrüsenunterfunktion wiederum Depressionen bewirkt oder verstärkt. So tritt bei diesen beiden Krankheiten eine positive Korrelation auf.

Dass die Schilddrüsenunterfunktion bereits angeboren, oder sehr früh aufgekommen ist, ist ein seltenes Phänomen. Deshalb werden diese Ausprägungen hier nicht weiter behandelt.

Diagnose

Eine Untersuchung des Blutes ist die einfachste Möglichkeit, eine Schilddrüsenunterfunktion zu diagnostizieren. Bei der Blutuntersuchung schaut man auf die Blutwerte TSH, T3 und T4.

Die eigentlichen Schilddrüsenhormone sind T3 sowie T4. Sind diese Werte niedriger als üblich, so liegt eine echte Schilddrüsenunterfunktion vor. In manchen Fällen kommt es allerdings bereits zu den Folgen einer Schilddrüsenunterfunktion, wenn die Werte zwar niedrig sind, aber immer noch im normalen Bereich. Dies liegt daran, dass die Normwerte nicht für die einzelnen Menschen als Individuen gelten, sondern lediglich für einen Durchschnittsmenschen herangezogen werden.

Das Hormon TSH stimuliert die Schilddrüse. Die Produktion von TSH erfolgt im Gehirn von der Hypophyse. Das Hormon fördert die Herstellung und Ausschüttung der Hormone T3 und T4. Ist der Wert des Hormones TSH höher als üblich, so meint der Körper, dass eine höhere Anzahl an Schilddrüsenhormonen benötigt wird.

Ist der Wert des TSH erhöht und gleichzeitig sind die Werte von T3 und T4 zu niedrig, so bedeutet dies, dass die Schilddrüse nicht in der Lage ist eine ausreichende Menge herzustellen und dies obwohl eine Stimulierung vom TSH vorliegt. Ist der Wert des TSH erhöht, die Werte von T3 und T4 sind aber normal, so bedeutet dies, dass die Schilddrüsenhormone zwar wie üblich hergestellt werden, aber nicht genug sind, um die vom Körper gewünschte Auswirkung zu bringen. Die Reaktion des Körpers auf die Schilddrüsenhormone ist also unzureichend, man spricht von einer Schilddrüsenhormonresistenz.

 

Schilddrüsenhormonresistenz

Eine andere Bezeichnung der Schilddrüsenhormonresistenz ist latente Hypothyreose. Dies ist eine milde Art der Schilddrüsenunterfunktion, welche allerdings trotzdem unschöne Symptome mit sich bringen kann.

Hat der Betroffene eine Schilddrüsenhormonresistenz, so ist die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse nicht eingeschränkt. Das Problem ist hier, dass die Schilddrüsenhormone im Körper nicht gut genug wirken können. Um eine uneingeschränkte Stoffwechselaktivität und ihre Begleiterscheinungen zu sichern, würden mit Abstand mehr Schilddrüsenhormone benötigt als üblich.

Die Ursache hierfür ist oftmals ein Ungleichgewicht der Hormone. Dieses Ungleichgewicht der Hormone hat zur Folge, dass die Reaktion der Rezeptoren für Schilddrüsenhormone nicht weiter ausreichend sensibel ist. Außerdem können Fehler bei den Hormonen der Nebenniere, wie beispielsweise DHEA oder Cortisol, eine Schilddrüsenhormonresistenz fördern.

Wird das Blut des Betroffenen untersucht, so wird eine Schilddrüsenhormonresistenz daran erkannt, dass die T3 und T4 Werte zwar im normalen Bereich sind, aber der Wert des TSH zu hoch ist.

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung der Schilddrüsenhormonresistenz durch die Verordnung von Schilddrüsenhormonen. Diese Vorgehensweise kann allerdings negative Nebenwirkungen mit sich bringen. Außerdem umgeht sie das tatsächliche Problem. Daher kann es oftmals sinnvoller sein, die Dominanz an Östrogen zu behandeln. Hierfür ist zum Beispiel Progesteroncreme geeignet.

Hashimoto-Thyreoiditis

Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Abwehrsystem des Körpers gegen das Gewebe der Schilddrüse richtet. Die Folge ist, dass die Schilddrüse chronisch entzündet ist und das Gewebe der Schilddrüse Stück für Stück zerstört wird.

Hashimoto-Thyreoiditis zählt zu den meist verbreiteten Autoimmunkrankheiten. Vor allem Frauen sind relativ häufig von der Erkrankung Hashimoto-Thyreoiditis betroffen. Bis zu einem Zehntel der europäischen Bevölkerung erkrankt an Hashimoto-Thyreoiditis, wobei die Krankheit unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Der Verlauf der Krankheit ist oftmals subklinisch, was bedeutet, dass man noch keine merkliche Änderung der Laborwerte entdecken kann. Trotzdem können bereits ein paar Symptome auftreten, wie beispielsweise Müdigkeit oder Gewichtszunahme.

Bei vielen Betroffenen ist die Krankheit bereits erblich veranlagt. Die Tendenz zu Hashimoto-Thyreoiditis kann durch heftige Infektionskrankheiten noch verstärkt werden. Außerdem kann die Neigung zu der Krankheit durch Kontrastmitteluntersuchungen oder durch übermäßiges Jod im Essen verstärkt werden. Eine Überempfindlichkeit an Jod kann auftreten.

Kommt es nun während der Wechseljahre zu Hormonumstellungen, so kann Hashimoto-Thyreoiditis letztendlich ausbrechen. Dasselbe gilt für andere Lebensabschnitte mit Hormonumstellungen, wie beispielsweise Schwangerschaften oder die Pubertät. Hashimoto-Thyreoiditis kann daher indirekt als charakterisierende Wechseljahrerkrankung bezeichnet werden.

Zu Beginn der Hashimoto-Thyreoiditis hat man oftmals mit dem Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion zu kämpfen, wie beispielsweise mit Unruhe, Gewichtszunahme oder Herzrasen. Auf lange Sicht ist allerdings eine Schilddrüsenunterfunktion vordergründlich.

Es gibt keine Möglichkeit der direkten Behandlung einer Hashimoto-Thyreoiditis. Daher behandelt mal die Schilddrüsenunterfunktion. Üblicherweise werden also Schilddrüsenhormone verordnet.

Behandlung

Durch eine Schilddüsenunterfunktion kann es zu starken Beschwerden kommen. Daher spielt eine ordentliche Behandlung der Krankheit eine wichtige Rolle. Es ist die sinnvollste Möglichkeit einen Endokrinologen aufzusuchen, das heißt einen Facharzt für Hormonerkrankungen.

Handelt es sich um eine richtige Schilddrüsenunterfunktion, das heißt dass die Werte T3 und T4 niedriger als normal sind, so spielt die Verordnung von Schilddrüsenhormonen als Mittel die bedeutendste Rolle bei der Behandlung. Dabei ist es unabdingbar, dass man die passende Dosierung herausfindet. Hierfür startet man die Behandlung mit einer geringen Dosierung und testet nach ein wenig Zeit abermals die Blutwerte. Wenn es erforderlich ist, so kann man dann die Dosierung erhöhen. Dies geschieht so lange, bis die Schilddrüsenhormonwerte schließlich im Normalbereich sind.

Nun ist es natürlich so, dass der Körper nicht wie eine Maschine arbeitet und man die Funktionsweisen nicht immer nachvollziehen kann. Dies gilt vor allem bei dem Stoffwechsel. Dies führt dazu, dass aufgrund der Behandlung mit Hormonen oftmals zwar ein paar Anzeichen der Schilddrüsenunterfunktion gemildert werden können, aber eben nicht alle. Ein Teil der Symptome kann auf die Behandlung auch zu heftig reagieren.

Oft passiert es, dass der Betroffene Bluthochdruck und Herzrasen hat und trotzdem aber zum Beispiel die Depressionen oder die Tendenz zum Übergewicht nicht abnehmen. Ist dies der Fall, so erfolgt häufig eine Gegensteuerung mit Hilfe von anderen Medikamenten. Zur Behandlung des Herzrasens und des Bluthochdrucks werden Betablocker verordnet und mit Antidepressiva behandelt man die immer noch vorhandenen Depressionen. Diese beiden Formen von Medikamenten sind noch mehr für die Förderung des Übergewichts verantwortlich als die Schilddrüsenunterfunktion. Erfolgt die Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion nun hauptsächlich um das Übergewicht zu reduzieren, so macht diese Kombination der verordneten Medikamente das Problem nur noch schlimmer.
Die ganze Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion sollte also sorgfältig geplant werden. Wer nun also Nebenwirkungen der Schilddrüsenhormone mit anderen Medikamenten bekämpfen möchte, die selbst wiederum auch Nebenwirkungen haben, der sollte die ganze Behandlung mal ordentlich hinterfragen.

Oftmals kann man auch verschiedene Techniken der Naturmedizin verwenden, um Depressionen, Herzrasen und Bluthochdruck zu vermindern. Auch eine angepasste Lebensweise kann erfolgsversprechend sein. So können zum Beispiel alle drei genannten Faktoren durch regelmäßige Bewegung positiv beeinflusst werden.

Trotzdem darf man die Symptome nicht auf die leichte Schulter nehmen: In heftigen Fällen von Depressionen, Herzrasen oder Bluthochdruck ist eine sorgfältige Behandlung erforderlich. In Abhängigkeit zu der gegebenen Situation muss man dabei vielleicht auch die Nebenwirkungen der Medikamente verkraften.

Es kann vor allem unerfreulich werden, eine Schilddrüsenhormonresistenz behandeln zu lassen. Dies liegt daran, dass auch bei dieser Krankheit oftmals einfach nur Schilddrüsenhormone verschrieben werden. Es wäre hier viel sinnvoller, die mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhandene Dominanz an Östrogen zu behandeln, da dies unproblematischer und zugleich wirksamer wäre. Das Problem hierbei ist, dass bisher nur wenige Ärzte wissen, welcher Zusammenhang zwischen einer Schilddrüsenhormonresistenz (latente Schilddrüsenunterfunktion) und einer Östrogendominanz vorliegt. Deshalb werden in vielen Fällen nicht nur Schilddrüsenhormone verordnet, sondern auch Antidepressiva und Betablocker, um die Nebenwirkungen aufzuheben und die Depressionen zu verhindern, die durch die Hormone nur ungenügend gemindert werden.

Liegt eine Schilddrüsenhormonresistenz vor, so ist es am besten die Behandlung mit Progesteron zu starten. Progesteron wird gerne als Creme genommen. Hat man die Krankheit ungefähr einen Monat lang auf diese Weise behandelt, so kann eine neue Prüfung der Blutwerte vorgenommen werden. Wenn nötig kann man dann außerdem noch Schilddrüsenhormone verwenden, allerdings in geringer Dosierung. In vielen Fällen wird bei Frauen während der Wechseljahre die Behandlung besser verlaufen, wenn diese Mittel kombiniert werden, als wenn wie üblich ohne Progesteron behandelt wird.

Gewichtsabnahme trotz Schilddrüsenunterfunktion

Es ist nicht so, dass jeder Mensch mit einer Schilddrüsenunterfunktion auch automatisch Übergewicht hat. Allerdings sind die Betroffenen nun mal in den meisten Fällen von Übergewicht betroffen. Bei einem Teil der Betroffenen ist dieses Übergewicht enorm groß.

Häufig hört man die Behauptung, es sei absolut unmöglich abzunehmen, wenn man unter einer Schilddrüsenunterfunktion leidet. Diese Behauptung ist allerdings nicht ganz korrekt. Es stimmt auf jeden Fall, dass das Abnehmen durch eine Schilddrüsenunterfunktion sehr viel schwerer sein kann. Wer sich allerdings mit dem Thema beschäftigt und versteht was man für die Gewichtsabnahme tun muss, der kann mit genug Einsatz trotzdem abnehmen.

Da der Körper nur noch unzureichend mit Schilddrüsenhormonen versorgt wird, verringert sich die Stoffwechselaktivität. Dies bedeutet, dass weniger Kalorien verbraucht werden. Dies ist vor allem während der Wechseljahre kritisch, da in diesem Lebensabschnitt noch andere Punkte auftreten, welche das Abnehmen schwierig machen und Übergewicht fördern. Zudem wird das einfache Abnehmen durch Bewegung noch durch weitere Symptome der Schilddrüsenunterfunktion erschwert. So wird durch Depressionen, Herzschwäche, Müdigkeit und niedrigen Blutdruck die Bewegungsmotivation gesenkt und man möchte lieber die ganze Zeit nur auf dem Sofa sitzen, anstatt sich aktiv zu bewegen. Eine regelmäßige Bewegung würde allerdings nicht nur das Abnehmen einfacher machen, sondern auch die anderen genannten Beschwerden vermindern.

Gewichtsabnahme und Schilddrüsenmedikamente

Wer abnehmen möchte kann sich durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen eine deutliche Hilfe verschaffen. Dabei muss es gelingen durch das Medikament die Schilddrüsenhormonversorgung wieder normal zu gestalten. In den meisten Fällen funktioniert die Reduzierung des Gewichts dann zwar auch nicht von alleine, allerdings wird der negative Einfluss einer Schilddrüsenunterfunktion nun vermindert oder sogar komplett weggenommen. Wenn Schilddrüsenhormone medizinisch benötigt werden, so können sie bei der Gewichtsabnahme sehr hilfreich sein.

Weitere Mittel wie zum Beispiel ein Teil der Antidepressiva oder Betablock haben allerdings einen negativen Einfluss auf das Ziel der Gewichtsabnahme. Schon im Abschnitt der Behandlung wurde erklärt, dass diese Arten von Medikamenten oftmals verschrieben werden, wenn durch die Schilddrüsenhormone Herzrasen oder Bluthochdruck verursacht werden und eine Depression nicht weg geht. Durch beide Formen der Medikamente wird die Reduzierung des Gewichtes enorm erschwert. In manchen Fällen haben sie eine noch negativere Wirkung auf das Gewicht, als die Schilddrüsenunterfunktion an sich.

Durch heftiges Übergewicht wird wiederum Bluthochdruck gefördert, so dass es in Kombination mit den Betablockern immer schlimmer wird: Es entsteht ein Teufelskreis.

Deswegen ist es unbedingt erforderlich die Dosierung der Medikamente sorgfältig zu planen und zu justieren, wenn man auch mit einer Schilddrüsenunterfunktion eine Gewichtsabnahme anstrebt. Der beste Weg dies zu erreichen ist das hinzuziehen eines erfahrenen Endokrinologen.

Ernährung
Wer eine Schilddrüsenunterfunktion hat und trotzdem abnehmen möchte, der sollte prinzipiell bei der Ernährung dieselben Regeln einhalten wie beim üblichen Abnehmen, wenn man nicht unter Schilddrüsenproblemen leidet.

Die bedeutendste Regel ist: Weniger essen, als das man verbraucht! Wenn man unter einer Schilddrüsenunterfunktion leidet, so ist der Kalorienverbrauch geringer, als bei einer funktionierenden Schilddrüse. Daher sollte man weniger Essen zu sich nehmen, als andere, die auch das Ziel der Gewichtsabnahme verfolgen.

Trotzdem sollten extreme Diätformen, wie beispielsweise enorm kalorienarme Crash-Diäten, vermieden werden. Wer sich einer solchen Crash-Diät hingibt, der kommt womöglich in einen teuflischen Kreislauf. Durch den aufkommenden Jojo-Effekt wird das Übergewicht schließlich immer nur noch steigen. Daher eine weitere bedeutende Regel: Geduld beim Abnehmen!

Was den meisten bekannt ist, vielen aber schwer fällt umzusetzen, ist die Tatsache, dass man beim Abnehmen auf extrem kalorienreiche Lebensmittel größtenteils verzichten sollte. Zu diesen Kalorienbomben zählen zum Beispiel Chips, Schokolade, fetter Käse und Softdrinks.

Hingegen sind viel Gemüse, Obst und eine relativ hohe Proteinmenge sehr hilfreich. Diese unterstützen das Wachstum der Muskeln.

Um den Stoffwechsel zu beleben und den Heißhunger zu bekämpfen ist es hilfreich, eine große Menge Kräutertee oder Wasser zu sich zu nehmen.

Wer noch mehr Tipps möchte, wie er während der Wechseljahre seine Ernährung gestalten sollte um eine Gewichtsabnahme zu erreichen, kann sich beim Thema Übergewicht weiter informieren.

Bewegung / Sport

Wer trotz der Wechseljahre und einer Schilddrüsenunterfunktion eine Gewichtsabnahme erzielen möchte, für den spielt vor allem ausreichende Bewegung eine bedeutende Rolle.

Wenn man viel Sport treibt und sich viel bewegt kann man auf der einen Seite den zuvor geringen Energieverbrauch des Körpers deutlich erhöhen. Zudem kann durch gezieltes Krafttraining und somit durch einen konsequenten Muskelaufbau auch der Grundumsatz erhöht werden. Das bedeutet, dass stets mehr Energie verbraucht wird, selbst wenn man sich in dem Moment überhaupt nicht bewegt.
Ein weiterer Punkt ist, dass Sport generell auch gegen viele Beschwerden hilfreich ist, welche die Gewichtsabnahme deutlich erschweren. Hierbei hilft vor allem der Muskelaufbau. So können Depressionen abgedämpft werden, das Herz wird gestärkt und der Blutdruck wieder normalisiert. Zudem wird die Funktionsfähigkeit der Hormondrüsen verbessert, da eine bessere Durchblutung stattfindet. Daraus folgt, dass der Körper nun wieder mehr Schilddrüsen- und Geschlechtshormone herstellen kann. Somit kann man generell die Beschwerden einer Schilddrüsenunterfunktion und der Wechseljahre vermindern.

Naturmedizin bei einer Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer leichten Form einer Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenhormonresistenz ist es möglich, die Krankheit durch Mittel der Naturmedizin voll und ganz zu kontrollieren.

Tritt die Krankheit in einer schweren Form auf, so kann die Naturmedizin immerhin soweit helfen, dass der Betroffene so wenig wie möglich Medikamente benötigt. Dies muss selbstverständlich mit dem betroffenen Arzt besprochen und abgestimmt werden.

Heilpflanzen

Es gibt unzählig verschiedene Heilpflanzen. Aber es ist nur von wenigen bekannt, dass sie direkt verwendet werden können, um eine Schilddrüsenunterfunktion zu behandeln. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Heilpflanzen, welche bei Depressionen hilfreich sind, die Stoffwechselaktivität stimulieren und auf andere Arten die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion vermindern.

Bei der Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion gibt es eine typische Heilpflanze, nämlich den Blasentang. Denn dieser beinhaltet eine bedeutende Menge an Jod und ist deswegen bei einem Jodmangel sehr hilfreich. Was allerdings die Schilddrüsenunterfunktion überhaupt ausgelöst hat, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ist der Jodmangel nicht die Ursache der Krankheit, so hat auch der Blasentang womöglich nicht die erwünschte Wirkung. Liegt eine Hashimoto-Erkrankung vor, bei der der Betroffene eine Jodintoleranz aufweist, so ist der Blasentang auch noch schädlich.

Es können weitere Heilpflanzen verwendet werden, um die Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion zu fördern:

  • Ingwer: unterstützt den Stoffwechsel
  • Johanniskraut: vermindert Depressionen (Vorsicht! Auf Wechselwirkungen achten)
  • Rosmarin: stärkt und belebt den Kreislauf
  • Birke: unterstützt den Stoffwechsel
  • Mate: belebend
  • Ginseng : stärkend
  • Herzgespann: stärkt das Herz und vermindert Kropf

Zudem kann es sehr hilfreich sein, Wechseljahrbeschwerden durch Heilkräuter zu behandeln. Hierfür eignen sich zum Beispiel die Traubensilberkerze oder Mönchspfeffer. Besonders bei einer Schilddrüsenhormonresistenz kann dies helfen.

Schüssler-Salze

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann man diese Schüssler-Salze verwenden:

  • Nr. 13. Kalium arsenicosum
  • Nr. 7. Magnesium phosphoricum
  • Nr. 15. Kalium jodatum
  • Nr. 14. Kalium bromatum

Tablettenauswahl:
Die Auswahl der Schüssler-Salze kann nach eigenen Vorlieben gestaltet werden. Hierbei gibt es die Möglichkeit nur ein Schüssler-Salz zu wählen, oder alle genannten Schüssler-Salze zu wählen, wobei aber maximal 3 unterschiedliche Salze gleichzeitig genommen werden sollten.
Einnahme:
Die Einnahme erfolgt drei- bis sechsmal pro Tag, je eine bis drei Tabletten.

Lebensweise

Um eine Schilddrüsenunterfunktion erfolgreich zu behandeln, kann sich die Anpassung der Lebensweise deutlich positiv auswirken.

Bedeutende Faktoren der Lebensführung für eine funktionierende Schilddrüse:

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Kräutertee oder Wasser
  • Genügend Tageslicht: wirkt antidepressiv und belebt
  • Wechselduschen: stärken und beleben
  • Ausreichend Schlaf, aber nicht zu viel
  • Genug Bewegung: auch wenn es zu Beginn viel Überwindung kostet